Episode 11: Ein Tag wie kein anderer in Dubai
Herzlich willkommen zur 11. Folge von „Ein Tag wie kein anderer“! Während Martin die Stellung in Schulzendorf gehalten hat, war Kai schon wieder auf Achse. Nach einem kurzen Pizza-Stopp in […]
Willkommen zur zwölften Folge von „Ein Tag wie kein anderer“! Diesmal waren Martin und Kai nicht getrennt unterwegs, sondern zusammen – und zwar in einem Land, das auf Martins Reiseliste schon lange ganz oben stand: Ägypten. Eine knappe Woche, zwei Städte, einige tausend Jahre Geschichte und ein Museum, das die Welt gerade erst entdeckt. In dieser Folge nehmen wir euch mit nach Kairo und Alexandria – und verraten, warum der April dort der perfekte Reisemonat ist, solange man morgens früh aufsteht.
Den Aufhänger für diese gemeinsame Reise lieferte ein Eröffnungsdatum: Am 1. November 2025 hat das Grand Egyptian Museum (GEM) bei Gizeh nach über 20 Jahren Bauzeit seine Türen geöffnet. Es ist das größte Museum der Welt, das einer einzigen Zivilisation gewidmet ist – mit mehr als 100.000 Artefakten unter einem Dach und der kompletten Tutanchamun-Sammlung, die zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit gezeigt wird. Unser Tipp aus eigener Erfahrung: den allerersten Zeitslot morgens buchen. Wir hatten das Gebäude fast eine halbe Stunde lang nahezu für uns allein – bevor die hundert Busse aus Hurghada und von den Kreuzfahrtschiffen eintrudelten. Der Kontrast zwischen diesem stillen Morgen und dem, was danach kam, war kaum zu glauben.





Das Museum liegt direkt neben den Pyramiden von Gizeh, was beim Anfahren eine Kulisse ergibt, für die es eigentlich keine Worte gibt. Unser Hotel lag ebenfalls in Sichtweite – ein Detail, das sich nachts beim Blick aus dem Fenster als unschätzbarer Vorteil herausgestellt hat.
Kairo ist mit über 30 Millionen Menschen im Großraum eine der größten Stadtregionen der Welt, und das merkt man. Der Verkehr ist eine eigene Kategorie. Wer trotzdem entspannt von A nach B kommen will, dem empfehlen wir Uber – aber unbedingt mit dem PIN-Code aktivieren, damit der Fahrer den korrekten Passagier einsteigen lässt. Kai hatte kurz ein kleines Missverständnis in dieser Angelegenheit. Martin nicht.
Abseits des GEM hat uns Kairo mit einigen Momenten überrascht, die man in keinem Reiseführer findet. Ein Sonnenuntergang von einer Rooftop-Bar mit direktem Blick auf die Pyramiden war einer davon – Golden Hour über Gizeh, das klingt kitschig und ist es auch, aber auf die beste Art. Die Zitadelle von Saladin hoch über der Stadt bietet einen Rundumblick, der einem die schiere Ausdehnung des Häusermeers erst wirklich begreifbar macht. Und wer sich in die Seitengassen rund um den Khan el-Khalili-Basar traut, erlebt Kairo so, wie es abseits der Touristen-Hauptachsen tickt.


Zwei Orte haben uns besonders beschäftigt: die Garbage City, ein Stadtviertel der koptischen Christen, das seit Jahrzehnten den gesamten Müll Kairos sammelt, sortiert und recycelt – ein funktionierendes System in einer Stadt dieser Größe, das weltweit seinesgleichen sucht. Und die bewohnte Totenstadt, eine historische Nekropole mitten in Kairo, in der bis heute Menschen zwischen den Grabmälern leben. Beides sind Orte, die einen etwas sprachlos zurücklassen und lange nacharbeiten.
Drei Stunden auf der Mautautobahn, und dann ist Kairo wie weggeblasen. Alexandria ist ein kompletter Kontrast: statt Wüstenstaub Mittelmeerluft, statt osmanisch-islamischer Architektur griechischer und römischer Einfluss, statt Pharaonen Kleopatra und Alexander der Große. Die Stadt ist das beste Argument dafür, für eine Ägypten-Reise mehr als nur ein paar Tage einzuplanen.
Die Katakomben von Kom el-Shoqafa sind eines der faszinierendsten archäologischen Zeugnisse, die wir je gesehen haben: Eine Grabanlage, in der ägyptische, griechische und römische Bildsprache so selbstverständlich miteinander verschmelzen, als wären sie schon immer dasselbe gewesen. Direkt am Hafen steht die Festung Qaitbay – auf den Fundamenten des antiken Pharos-Leuchtturms, einem der Sieben Weltwunder der Antike. Was viele nicht wissen: Erst im Jahr 2025 wurden 22 Steinblöcke des originalen Leuchtturms aus dem Hafenbecken geborgen. Und im Dezember desselben Jahres tauchte das Wrack einer 2.000 Jahre alten Vergnügungsbarke vor der Küste auf. Alexandria ist archäologisch gerade in einer unglaublichen Phase.


Die Bibliotheca Alexandrina, der moderne Nachfolgebau der legendären antiken Bibliothek, ist ein architektonisches Statement direkt am Mittelmeer – und innen ein echtes Kulturzentrum, keine touristische Kulisse.
Auf dem Rückweg von Alexandria haben wir noch einen Halt eingelegt, den wir so nicht eingeplant hatten: El Alamein. Die Kriegsgräberstätten des Zweiten Weltkriegs und die Deutsche Totenburg liegen hier an der Küste, zwischen Urlaubsresorts und dem endlosen Blau des Mittelmeers. Es ist ein Ort, der einem die Absurdität von Krieg sehr direkt vor Augen führt – und der uns noch lange beschäftigt hat, auch wegen der Frage, wie Geschichte dort erzählt und eingeordnet wird.


Das Visum für Ägypten beantragt ihr am besten frühzeitig online – die offizielle Seite ist technisch manchmal wackelig, also plant Puffer ein. Geld tauschen müsst ihr nicht, Euro und Dollar werden fast überall akzeptiert. Tickets für das GEM unbedingt im Voraus buchen – spontan vor Ort zu kaufen ist möglich, aber ihr verliert den Vorteil des frühen Zeitslots. Uber in Kairo ist zuverlässig und günstiger als Taxis, aber mit aktiviertem PIN-Code fahren. Eine Drohne einzupacken ist keine gute Idee – das Mitführen ist in Ägypten verboten und kann am Flughafen Probleme geben. Und noch ein ernst gemeinter Hinweis: kein Leitungswasser, auch nicht zum Zähneputzen. Pharaos Rache ist kein Klischee.
Wir haben in dieser Folge auch wieder einen Blick auf aktuelle Entwicklungen geworfen. Das Frankfurt Terminal 3 hat am 22. April 2026 eröffnet und nimmt bis Juni schrittweise 57 Airlines auf. Lufthansa kürzt im Sommerflugplan 2026 rund 50 Zubringerstrecken – Frankfurt–Toulouse fällt zum Beispiel ganz weg. Und Ryanair reduziert massiv am BER, was für Berliner Fluggäste spürbare Auswirkungen haben wird.
Außerdem haben wir drei neue Reisetrend-Begriffe für 2026 unter die Lupe genommen: Coolcation (bewusst kühlere Reiseziele wählen), Set-Jetting (Reiseziele wegen Filmkulissen besuchen) und Nocturism (Städte und Orte bewusst nachts erkunden). Und Kai hat verraten, dass er seine nächste Reise – Washington im Juli – mit KI-Unterstützung geplant hat. Martin bleibt skeptisch, ist aber von der neuen Google-Maps-KI in Android Auto überraschend begeistert.
Martin bricht demnächst für 3,5 Wochen auf den Balkan auf – Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Albanien. Kai fährt zunächst nach Hannover und dann im Juli nach Washington. Und eine weitere gemeinsame Tour steht in Planung – aber wo es hingeht, bleibt noch unser Geheimnis.
Wenn euch diese Folge gefallen hat, freuen wir uns über euer Feedback – schreibt uns über das Kontaktformular oder hinterlasst einen Kommentar. Habt ihr selbst Erfahrungen mit Ägypten, dem GEM oder Alexandria? Wir sind neugierig!
Bis zur nächsten Folge – bleibt neugierig und macht jeden Tag zu einem Tag wie keinem anderen.
Kai & Martin
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Tagged as: Frankfurt Terminal 3, Garbage City, Ägypten, Gizeh, Uber Ägypten, Ryanair BER, Pharos-Leuchtturm, Nocturism, Kairo, Tutanchamun, Visum Ägypten, Katakomben, Coolcation, El Alamein, Lufthansa, Alexandria, Reisepodcast, Pyramiden, Set-Jetting, Grand Egyptian Museum, Bibliotheca Alexandrina.
Herzlich willkommen zur 11. Folge von „Ein Tag wie kein anderer“! Während Martin die Stellung in Schulzendorf gehalten hat, war Kai schon wieder auf Achse. Nach einem kurzen Pizza-Stopp in […]
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