• Home
  • keyboard_arrow_right Europa
  • keyboard_arrow_right Färöer: Puffins, Tunnel unterm Meer & der Grabstein von James Bond | Folge 17

Europa

Färöer: Puffins, Tunnel unterm Meer & der Grabstein von James Bond | Folge 17

Kai 11. Oktober 2026


Background
share close

Folge 17 – Martin war eine Woche auf den Färöern. Wir sprechen über 18 Inseln mitten im Atlantik, das grünste Grün des Nordens und die Frage, ob sich das teure Inselreich lohnt.

Ein neuer Sound, ein neues Aufnahmetool und noch keine Jingles: Diese Folge ist unsere erste mit neuer Technik, und ganz ehrlich, das hat uns am Anfang kurz aus dem Konzept gebracht. Aber ihr hört uns ja nicht wegen der Jingles. Inhaltlich bleiben wir beim Trend, den wir neulich schon angeteasert haben: Coolcation, also Urlaub dort, wo es kühl ist. Kai hat diesen Sommer das Gegenteil erlebt, am Gardasee und in Kroatien bei 38, 39 Grad, mit Dank an jedes klimatisierte Hotelzimmer. Martin dagegen hat alles richtig gemacht: fünf Wochen Arktis im weitesten Sinne, mit Spitzbergen, Grönland und zum Abschluss Island. Und ganz am Anfang, Trommelwirbel: den Färöern.

Färöer oder Färöer-Inseln?

Kleiner Exkurs für alle Klugscheißer und Experten: Eigentlich steckt das Wort „Inseln“ im Namen Färöer schon drin, „Färöer-Inseln“ ist also doppelt gemoppelt. Selbst die Tourismuszentrale spricht aber auf Englisch von den Faroe Islands, insofern ist das verziehen. Übersetzt heißt das Ganze übrigens Schafsinseln. Passend dazu: Es gibt dort mehr Schafe als Einwohner.

Schaf mit dichtem dunklem Fell auf einer Wiese
Färöer heißt Schafsinseln – und die Schafe sind in der Überzahl.

Kai hatte das typische Bild im Kopf: saftig grüne Wiesen, Schafe, Häuser mit Grasdächern. Stimmt alles. Aber wo liegt das eigentlich? Ungefähr auf halber Strecke zwischen den Shetlandinseln und Island, mitten im Nordatlantik. Ab Kopenhagen kommt ihr täglich mehrfach hin, mit SAS oder mit Atlantic Airways, der Fluggesellschaft der Färöer.

Schwarzes Holzhaus mit Grasdach zwischen gelben Blumen
Grasdächer gehören zum Bild der Färöer.

Dass es überhaupt einen Flughafen gibt, verdanken die Inseln den Briten. Die haben ihn im Zweiten Weltkrieg angelegt, um dort landen und die Inseln versorgen zu können. Für alle, die wie wir auf den Spuren der Geschichte unterwegs sind, ist das schon die erste schöne Pointe.

Ein Land mit Sonderrolle

Die Färöer gehören zum Königreich Dänemark, sind aber weitgehend eigenständig. Bezahlt wird mit der dänischen Krone, allerdings mit eigenen Geldscheinen. Zur EU gehören die Inseln nicht. Als Deutsche reist ihr trotzdem problemlos ein.

Es sind 18 Inseln, zusammen nur etwa anderthalbmal so groß wie Berlin, und 17 davon sind bewohnt. Nur wenige erreicht ihr ausschließlich per Schiff oder Hubschrauber, alle anderen sind durch Tunnel verbunden. Martins Lieblingsfakt, den er auf jeder Reise erzählt: Gemessen an den knapp 55.000 Einwohnern haben die Färöer die meisten Tunnelkilometer pro Kopf.

Eine Woche, ein Quartier: Tórshavn als Basis

Eine Woche reicht nach Martins Erfahrung völlig, um alle wichtigen Inseln zu sehen. Er nimmt dafür immer ein Hotel in der Hauptstadt Tórshavn, in der rund 25.000 Menschen leben, und erkundet die Inseln sternförmig. Ihr könnt natürlich auch jeden Tag die Unterkunft wechseln. Aber wenn selbst der nördlichste Punkt nur knapp eine Stunde entfernt ist, ist ein festes Quartier für die ganze Reise die entspanntere Wahl.

Ohne Mietwagen geht es kaum. Alle großen Anbieter sind vor Ort, dazu lokale Firmen. Das Fahren ist entspannt, mehr als 80 km/h sind nirgends erlaubt. Und es gibt Landschaft, Landschaft und noch mehr Landschaft.

Grüne Steilküste über dem Meer, im Vordergrund gelbe Blumen
Landschaft, Landschaft und noch mehr Landschaft.

Islands of Maybe: Warum ihr flexibel planen müsst

Das grünste Grün, das Martin je gesehen hat, gibt es auf den Färöern. Und grün ist es nur, weil es viel regnet. Die Inseln liegen mitten im Atlantik, wo kalte Luft aus dem Norden auf warme Luft aus dem Süden trifft. An einem einzigen Tag könnt ihr alle Jahreszeiten erleben. Nicht umsonst nannten britische Soldaten die Färöer im Krieg die „Islands of Maybe“, die Inseln des Vielleicht.

Steilwand mit zwei Felsnadeln im Nebel
Islands of Maybe: eben noch Sonne, jetzt Nebel.

Wetter-Apps helfen dort wenig. Martins Trick als Reiseleiter: Er gleicht die Vorhersage mit den Webcams ab, die überall auf den Inseln hängen, und entscheidet dann morgens, ob es eher nach Norden oder nach Süden geht. Unser Insidertipp lautet deshalb: Plant nicht „Montag dies, Dienstag das“. Haltet euch die Tage offen und bucht auch Fährausflüge so, dass ihr kurzfristig auf einen anderen Tag tauschen könnt.

Flexibilität braucht ihr übrigens auch bei der An- und Abreise. Nicht selten können Flugzeuge auf den Färöern weder landen noch starten. Martin saß im vergangenen Jahr drei Tage fest, obwohl am nächsten Tag schon die Anschlussreise nach Spitzbergen anstand. Plant also lieber einen Puffer von zwei, drei Tagen ein, nicht von zwei Stunden.

Mit der Fähre anreisen?

Kai war bei einer Dänemark-Reise auf die Fähre ab Hirtshals gestoßen. Die gibt es tatsächlich: Ein Schiff einer färöischen Reederei fährt von Dänemark über Tórshavn nach Island und zurück. Morgens kommt es auf den Färöern an, wird entladen – es ist auch Frachtschiff und versorgt die Inseln –, und am Nachmittag geht es weiter nach Island. Für die Strecke bis Island braucht ihr insgesamt etwa drei Tage.

Lohnt sich das? Kai hatte sich die Preise angeschaut: Fliegen plus Mietwagen ist günstiger. Martin sieht es ähnlich, die Fähre lohnt sich nur mit viel Zeit. Weil sie nur einmal pro Woche fährt, seid ihr dann automatisch eine Woche auf den Färöern, und auf Island solltet ihr eher drei, vier Wochen einplanen, damit sich die Kosten rechnen. Den Traum, mit dem eigenen Wohnmobil einmal Island zu umrunden, haben offensichtlich viele. Auf Island sind Martin jedenfalls jede Menge davon entgegengekommen.

Teuer, aber besonders: Hotels, Essen und Wandergebühren

Kommen wir zur Frage, die Kai als Sparfuchs als Erstes umtreibt: Was kostet das? Die Färöer sind noch ein echtes Geheimziel mit wenigen Touristen, toller Landschaft – und teuren Unterkünften und teurem Essen. Weil alles per Schiff oder Flugzeug auf die Inseln kommt, müsst ihr für ein Abendessen mindestens 50 Euro einplanen, eher 60 bis 80 Euro pro Person. Und richtig satt seid ihr dann nicht unbedingt.

Ein schönes Hotel kostet 300 bis 400 Euro pro Nacht im Doppelzimmer. Zelten ist eher unüblich. Campingplätze gibt es zwar, aber wer mehrmals am Tag durchnässt ins Zelt kriecht, hat schnell keine Lust mehr. Normal sind Hotels, Guesthouses oder Hostels. Für Budgetreisen sind die Färöer also nichts.

Dazu kommen die Wandergebühren. Fast alles Land ist in Privatbesitz, und die Landbesitzer verlangen für den Zugang zu den schönsten Stellen Geld. Wer dabei an fünf Euro denkt, liegt daneben: Es geht bei 20 Euro los. Zur Puffin-Kolonie auf Mykines dürft ihr nur mit einem lizenzierten Guide, da seid ihr bei 50 Euro pro Wanderung. Bezahlt wird übrigens fast überall bargeldlos, per Terminal, an einer Kasse oder über einen QR-Code. Martin kauft die Tickets immer vorab und hat so einen kleinen Vorsprung, wenn ein Reisebus vor ihm erst mal geschlossen zum Ticketshop marschiert. „Das turnt mich jetzt ein bisschen ab“, meinte Kai. Martins Antwort: Es lohnt sich wirklich.

Grüne Schlucht, die sich zum Meer öffnet
Die schönsten Ecken erreicht ihr nur zu Fuß – und oft gegen Gebühr.

Fermentierter Hai, Wal und die Grindwaljagd

Kulturell sind die Färöer eng mit Island verwandt, beide Länder haben sogar ein Freihandelsabkommen. Das merkt ihr auch auf dem Teller. Wer kulinarisch etwas sucht, das es nicht überall gibt, findet an vielen Ecken fermentierten Hai. Kai wollte den noch nie probieren, und daran ändert auch diese Folge nichts. Auch Wal kommt auf den Tisch – in der EU verboten, auf den Färöern und auf Island nicht.

Damit sind wir beim großen Kritikthema der Inseln: der Grindwaljagd. Dabei wird eine Herde Grindwale in eine Bucht getrieben und dort getötet, öffentlich und für alle sichtbar. Martin hat sie selbst nie erlebt. Sie findet nur an wenigen Tagen im Jahr statt und wird nicht im Kalender angekündigt. Für Touristen ist sie nicht verboten, man muss aber wissen, wo man nachschaut. Sein Rat: Vor Ort nicht lautstark kritisieren. Die Jagd ist gesellschaftlich verankert und wird mit Tradition begründet, auch wenn die Versorgungslage heute längst so gut ist, dass niemand mehr auf Walfleisch angewiesen wäre.

Abgesehen davon ist die Küche vor allem eins: fischlastig. Schaf gibt es natürlich auch. Fischfang und Lachszucht sind das Fundament der Inseln, Martin spricht von rund 90 Prozent der Einnahmen. Genau deshalb sind die Färöer nicht in der EU: Den Fangquoten aus Brüssel wollte man sich nicht unterwerfen. Der Tourismus kommt erst seit einigen Jahrzehnten langsam dazu.

Der erste Kreisverkehr unter dem Meer

Zurück zu den Tunneln, denn die sind wirklich besonders. Kai hatte zufällig in derselben Woche einen Podcast darüber gehört. Auf den Färöern gibt es einen Tunnel, der unter dem Meer hindurch die Hauptinsel mit zwei Nachbarinseln verbindet. Stellt ihn euch wie ein Y vor: Dort, wo die Äste zusammentreffen, liegt ein Kreisverkehr – unter Wasser. Es war der erste seiner Art, ein zweiter steht inzwischen in Norwegen.

Die großen Tunnel sind mautpflichtig. Ihr könnt euch einen Tunnelpass holen und dann so oft fahren, wie ihr wollt, oder ihr zahlt pro Fahrt. Dann rechnet am Ende die Mietwagenfirma ab: siebenmal durch diesen Tunnel, dreimal durch jenen, bitte noch Summe X. Günstig ist das nicht, rechnet mit rund 20 Euro pro Durchfahrt.

50 Wasserfälle auf einen Blick und eine halbe Million Puffins

Wasserfälle gibt es auf den Färöern unzählige. Martin und seine Gruppe haben einmal versucht, sie von einem Punkt aus zu zählen, ohne den Kopf zu bewegen. Bei 50 haben sie aufgehört. Das Schöne daran: Je mehr es regnet, desto eindrucksvoller werden sie. Regen heute bedeutet Nachschub für morgen.

Wasserfall stürzt über eine grüne Steilküste ins Meer, dahinter ein Dorf und Berge
Wasserfälle gibt es auf den Färöern unzählige – manche stürzen direkt ins Meer.

Dazu kommt eine der größten Kolonien von Papageitauchern, den Puffins, auf der nördlichen Halbkugel. Am bekanntesten ist die auf der Insel Mykines mit mehreren hunderttausend Brutpaaren, inzwischen gibt es aber auch auf der Hauptinsel einige Stellen. Die Puffins leben im Winter auf offener See und kommen nur zum Brüten an Land. Ihr könnt sie aus einem Meter Entfernung fotografieren. Die Saison endet etwa Ende August, in kalten Jahren sogar schon Mitte August.

Dorthin zu kommen ist allerdings ein kleines Abenteuer. Die Fähre nach Mykines fährt nur bei halbwegs vernünftigen Bedingungen – und halbwegs vernünftig heißt immer noch: ordentlich Wellengang. An Bord stehen nicht umsonst überall Spuckbecher bereit. Martin empfiehlt jedem eine Reisetablette vor der etwa einstündigen Überfahrt. Alternativ gibt es den Hubschrauber, der fliegt aber auch nur bei gutem Wetter, und zwar nur einmal am Tag – wie ein Linienbus: landen, aussteigen, einsteigen, zurück. Weil der Staat die Flüge subventioniert, sind sie günstiger als jeder Rundflug. Früher zahlten Einheimische und Touristen denselben Preis, bis immer mehr Touristen das als preiswerte Verbindung entdeckt haben. Kai kennt so etwas übrigens von Gibraltar: Rüber nach Ceuta fliegt ihr dort mit dem Hubschrauber als öffentliches Verkehrsmittel für etwa 30 Euro.

Die größte Puffin-Kolonie liegt aber gar nicht auf den Färöern, sondern auf den Westmännerinseln, einer kleinen Inselgruppe südlich von Island, eine Dreiviertelstunde mit der Fähre entfernt. Dort brüten mehr als eine Million Paare. Martin war kurz vor unserer Aufnahme mit seiner Gruppe dort.

Bunker, Geschütze und eine Flagge, die Schiffe rettete

Martin wird oft gefragt, ob es auf den Färöern Bunker gibt, schließlich waren die Briten im Zweiten Weltkrieg dort. Tunnelsysteme wie in Gibraltar findet ihr nicht. Aber am Hafen von Tórshavn steht noch ein Geschütz aus dem Zweiten Weltkrieg, und in anderen Buchten gibt es Geschützstellungen in verbunkerten Einhausungen. Aus dem Kalten Krieg stammt ein kleiner Überwachungsposten, von dem aus man die Durchfahrt zwischen Island und den Shetlandinseln im Blick hat. Hinein kommt ihr dort nicht, und nach allem, was Martin gelesen hat, wird er gerade wieder reaktiviert.

Rostiges Geschütz auf einer Wiese
Ein Geschütz aus dem Zweiten Weltkrieg in Tórshavn.

Die Vorgeschichte: 1940 besetzte Deutschland Dänemark. Daraufhin „sicherten“ die Briten die Färöer wegen ihrer strategischen Lage, die Amerikaner übernahmen dasselbe in Grönland. Und dabei entstand eine schöne Geschichte. Die färöische Flagge ähnelt im Aufbau der dänischen, nur die Farben sind anders. Die Briten erkannten an, dass Schiffe unter färöischer Flagge eigenständig waren und damit keine Kriegsbeute wie die dänischen Schiffe aus dem besetzten Land. Das hat den Nationalstolz enorm gestärkt.

Weiß-roter Leuchtturm auf einer grünen Anhöhe mit Steinweg
Leuchtturm auf der alten Festungsanlage über dem Hafen von Tórshavn.

Martins Reise fiel genau auf den Nationalfeiertag Ende Juli. Was machen die Färinger da? Viel trinken und um Mitternacht gemeinsam Volksweisen singen. Wobei das Trinken auf den Färöern eine eigene Geschichte hat: Bis in die Neunzigerjahre galt eine Art Prohibition. Im Land gab es nur Leichtbier, alles Stärkere musste man aus Dänemark bestellen – und das durfte nur, wer keine Steuerschulden hatte. Schönes Konzept, fand Kai.

Unterwegs zum Grabstein von James Bond

Manche Ziele erreicht ihr mit dem Auto, etwa viele Museen. Die spektakulären Landschaften aber, die Wasserfälle, die Klippen und die großen Felsbögen im Meer, erreicht ihr nur zu Fuß. Das gilt auch für den Grabstein von James Bond, der bei Martins Touren immer dabei ist. Die letzte Szene des letzten Bond-Films wurde auf den Färöern gedreht und für den Film stark nachbearbeitet, die Kulisse dafür findet ihr aber genau an dieser Stelle. Kai musste sich an dieser Stelle als Nicht-Bond-Gucker outen.

Steilküste mit Felsnadeln im blauen Meer
Klippen und Felsnadeln: Die spektakulärsten Landschaften erreicht ihr nur zu Fuß.

Überlaufen ist es dort nicht. Als Martins Gruppe am Grabstein war, waren vielleicht 20 andere Gäste da. Nicht 200 und schon gar nicht 2000 wie an den bekannten Wasserfällen in Island. Voll ist es auf den Färöern, wenn zehn Autos am Parkplatz stehen. Wer übrigens eine Drohne mitnehmen will: Das ist problemlos erlaubt. Martin hatte seine dabei, hat sie aber nie benutzt, weil es an den entscheidenden Stellen gerade regnete oder stürmte.

Färöer, Spitzbergen, Grönland oder Island?

Kais Frage an Martin: Spitzbergen oder Färöer? Es kommt darauf an, was ihr sucht. Wollt ihr imposante Natur, krasse Steilküsten und grüne Landschaften, dann die Färöer. Wollt ihr einen Mix mit Lost Places, Gletschern und abgelegenen Buchten, dann Spitzbergen. Für Kai war die Sache damit klar.

Lagune zwischen grünen Bergen mit Blick aufs Meer
Für Naturfans sind die Färöer die erste Wahl.

Wer alle vier Ziele noch nicht kennt, bekommt von Martin diese Reihenfolge empfohlen: Spitzbergen, Grönland, Färöer, Island. Grönland hat seinen Gruppen in diesem Jahr besonders gut gefallen: noch längst nicht so überlaufen wie Island, mit Eisbergen in der Bucht und einem Lost Place, den Martin selbst entdeckt hat und inzwischen fest im Programm hat. Und für die Zukunft kann er sich eine Art Best-of vorstellen: Shetlandinseln, Färöer und Grönlands Ostküste auf einem kleinen Schiff mit höchstens 100 Gästen.

Was ihr sonst noch wissen solltet

Medizinisch müsst ihr euch keine Sorgen machen. In den beiden großen Städten gibt es richtige Krankenhäuser, sonst medizinische Versorgungszentren, und Hubschrauber dienen als Rettungsmittel. Von den abgelegenen Inseln bringt man Schwangere vor der Geburt auf die Hauptinsel, ähnlich wie auf Spitzbergen.

Die Menschen sind überall sehr freundlich, als Tourist fühlt man sich nirgends fehl am Platz. Das hat Martin gleich am ersten Abend gemerkt. Eigentlich hatte er keinen Tisch reserviert, weil unklar war, ob das Gepäck seiner Gruppe ankommt. Ein Teil kam mit der nächsten Maschine, einige Koffer mit großer Verspätung – der letzte Schwung tauchte genau in dem Moment auf, als Martin schon dabei war, den Verlustbericht auszufüllen. Der Flughafen selbst ist übrigens modern und wird noch erweitert, ungefähr so wie in Luleå, wo wir vor zwei Jahren gemeinsam waren.

Kleine Höfe mit Grasdächern in einem grünen Tal
Abgelegene Höfe mit Grasdach in einem der vielen grünen Täler.

Enttäuscht hat Martin auf den Färöern nichts. Mit dem Wetter muss man leben, kann es aber auch nutzen: Als abends noch einmal die Sonne herauskam, hat die Gruppe statt Feierabend um 17 Uhr eine Extrarunde gedreht und war erst um neun zurück. Ein Wasserfall mit Regenbogen sieht eben gleich ganz anders aus. Packt also mehrere Schichten und eine gute Regenjacke ein, dann könnt ihr das Programm auch durchziehen, wenn es gerade ungemütlich ist.

Weißes Pony auf einer Blumenwiese
Begegnung am Wegesrand.

Und wie geht es weiter?

Als Nächstes geht es für uns beide wieder in die Wärme: nach Kasachstan, wo bei unserer Aufnahme 32 Grad und jeden Tag Sonne angesagt waren. Martin reist danach weiter nach Georgien und Moldau und ist bis Ende des Jahres praktisch jede Woche woanders. Das ist Arbeit, wohlgemerkt. Kai muss vorher erst einmal arbeiten und überlegt für die Herbstferien, ob er für eine Woche nach Bangkok fliegt. Einfach machen, einfach hinfliegen – und Desserts essen.

Und auch wenn die Zeiten unsicher sind: Es reisen immer mehr Menschen, und wir finden, zu Recht. Lieber reisen und sich weniger ärgern, eine schöne Destination aussuchen und das Leben genießen.

Wie gefällt euch der neue Sound? Wart ihr schon auf den Färöern, oder habt ihr Fragen zu Martins Nordreisen? Schreibt uns einen Kommentar oder eine Nachricht. Alle Folgen findet ihr auch auf unserem YouTube-Kanal, Bilder und Artikel auf eintagwiekeinanderer.de.

Tags: Färöer, Färöer-Inseln, Faroe Islands, Tórshavn, Mykines, Puffins, Papageitaucher, Grindwaljagd, Unterwassertunnel, James Bond, Westmännerinseln, Island, Spitzbergen, Grönland, Coolcation, Nordatlantik, Reisetipps, Podcast

Tagged as: , , , , , , , , , , , , , , , , , .

Rate it
Previous post
Post comments (0)

Leave a reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *